50 Jahre Baderhebung Bad Feilnbach
(1973 – 2023)
Als Feilnbach noch keinen Badtitel hatte, aber schon zufriedene Gäste
Der Tourismus und das Gesundheitswesen in Bad Feilnbach haben eine lange Geschichte. Dort , wo 1961 die erste moderne Kurklinik, der „Blumenhof“, von Franz X. Priller gebaut wurde, stand früher das „Hotel Wendelstein“. Hier ging die Familie Hohenesther 1894 den ersten Schritt zu einem Kurbetrieb. Die Familie offerierte ihren Gästen Bäder aus Heilkräutern der heimischen Voralpenlandschaft und der Durst der Gäste wurde mit Bier aus der eigenen Brauerei gelöscht. Ab 1905 gab es in diesem Hause die ersten Moorbäder für Kurgäste, die von weither angereist kamen. Vor allem mit der Eisenbahn, die im Jahre 1897 in Feilnbach in Betrieb genommen wurde. Sie brachte richtig Schwung in den entstehenden „Fremdenverkehr“, den man heute zeitgemäß Tourismus nennt. So brachte die Eisenbahn die Gäste von weit her. Immer mehr „Sommerfrischler“, wie man sie damals nannte, kamen nach Bad Feilnbach. Fortschrittlich denkende Wiechser Bürger gründeten 1896 einen „Verschönerungsverein“, die Feilnbacher im Jahr 1900 einen „Verkehrsverein“, schließlich fusionierten die Vereine und auch die gemeinsamen Interessen. Beide Vereine wurden schließlich 1928 in einen „Fremdenverkehrsverein Feilnbach-Wiechs“ umbenannt. Die Eröffnung der Bahnlinie – übrigens eine der ersten elektrischen Eisenbahnen in Bayern – brachte wirtschaftlichen Nutzen, Mobilität auch für die Einheimischen und eine gute Anreisemöglichkeit für Sommerfrischler und Kurgäste. „Bis dahin war Feilnbach ein von jedem Verkehr abseits gelegenes Dorf. Der Verschönerungsverein baute 1903 eines der schönsten Freibäder des Landkreises, 1905 verabreichte man in dem damaligen „Hotel Wendelstein“ die ersten Moorbäder, wenig später wurden im ehemaligen „Kurheim Ehrl“, dem späteren „Tannenhof“, die ersten Moorbadekuren durchgeführt. In den folgenden Jahren war es das Verdienst einiger weitblickender Bürger, dass sich Feilnbach langsam, aber zielstrebig zu einem gern besuchten Heilbad entwickelte." (1) Die ersten Mooranalysen wurden 1941 und 1954 erstellt, 1964 erhielt Feilnbach die Anerkennung als „Luftkurort mit Moorkuranstalten“. Gastronomie und Badebetriebe, Pensionen und Zimmer wurden in den kommenden Jahren zeitgemäß modern umgebaut.
Quelle: (1) Dr. Wilhelm Krombacher, Feilnbacher Bade-Fibel
Das eigene Moor, eine nahezu unerschöpfliche Quelle nördlich von Feilnbach
Die örtlichen Kurbetriebe erhielten ihr Moor zu allen Zeiten aus einem Gebiet der sogenannten „Abgebrannten Filze“, täglich wurde es dazu abgebaut, vorbereitet und frisch angeliefert. Dazu wurde es zermahlen und mit heißem Wasser zu einem Brei verrührt und schließlich in die Wannen der Kurbäder gegeben, die früher aus Holz waren, später aus leicht zu reinigendem Stahl. Doch wie ist das Moor eigentlich entstanden? Das Moorlager gehört zur einer Verlandungszone des „Rosenheimer Sees“, der sich im Stammbecken eines eiszeitlichen riesigen Inngletschers nach dessen Rückzug gebildet hatte und an dessen Grund durch Sand und lehmige Schwebstoffe aus den Bergen eine wasserundurchlässige tonige Ablagerung entstand. Man stelle sich vor: Dieser See zwischen Rosenheim, Feilnbach und Raubling hatte die Größe des heutigen Bodensees. In den folgenden Jahrtausenden entstand in feuchtwarmen Klima eine Sumpflandschaft, in der sich absterbende Pflanzen am Moorboden sammelten und durch den fehlenden Sauerstoff nicht vollständig zersetzten. Unten entsteht so Schicht um Schicht der Torf, während oben alles weiterwächst. „Es entstanden Sumpfgebiete, in denen sich Schilfröhrichte, Seggen, Binsen und andere starke Gräser ansiedelten. Ein kleines Moosgewächs, das Spagnum, legte eine Schicht auf die andere über Jahrtausende, es stirbt in den unteren Regionen ab, wächst jedoch nach oben weiter. So entstanden die ,Hochmoore‘, hier in Bayern ,Filze‘ genannt. In den ,Niedermooren‘ standen kleinwüchsige Bäume wie Erlen und Birken in den nassen Wiesen. (...) Unter der dünnen Grasschicht eines Hochmoores lagert eine Schicht Torf, der nach der Entwässerung früher als Brennmaterial diente.“ (2) Er war wegen seines gleichmäßigen Brandes beliebt und begehrt. Zu den Abnehmern zählten u. a. Brauereien und Brennereien, die Saline Rosenheim und die Eisenbahn. „Das Torfstechen von Hand, bis in die 50er und noch 60er Jahre üblich, war eine arge Schinderei ... (daher) ... entstanden Werke mit maschinellen Einrichtungen, wie das Torfwerk Eulenau, später „Torfwerk Feilenbach“ mit dem Generalpächter Füglein. Es belieferte täglich die Kurheime und Kurkliniken im späteren „Bad“ Feilnbach, die ihr Moor stets kurzfristig bestellten. Die Kurgäste sollten ja in möglichst frischen Moor baden.“ (2)
Quelle: (2) Wilhelm Ossenbrink, Heimat vor dem Wendelstein
Mit großem Einsatz und viel Engagement zum ersehnten Badtitel
Vom Luftkurort mit Moorbadeanstalten zum echten Moorheilbad
Die Ernennung zum „Luftkurort mit Moorbadeanstalten“ ließ das Kurwesen in den 60er-Jahren weiterwachsen: es entstanden Kurkliniken, Kurheime, Hotels und Pensionen, viele Bürger richteten Ferienwohnungen ein. Am 22. Oktober 1973 war das große Ziel erreicht, auf das man lange und mit intensiven Bemühungen auf politischer Ebene hingearbeitet hatte. Bis dahin gab es zwar stets eine Reihe von Anzeichen, das man dem Wunsch nach dem Badtitel vonseiten der Staatsregierung von Oberbayern aufgeschlossen gegenüberstand, aber auch immer wieder Bedenken, das noch Voraussetzungen fehlten. Zu den Personen, deren unermüdlicher Einsatz für das Kurwesen in Feilnbach für die Erreichung des Badtitels verantwortlich ist, zählen der Geschäftsführer des Fremdenverkehrsvereins Fritz Pfaffinger, Allgemein-, Kneipp- und Badearzt Dr. med. Dettmar Glöckner, der Inhaber der Kurklinik Diem und Badearzt Dr. med. Anselm Friesenegger, der Inhaber der Klinik Tannenhof Karl Gohlke, der Badearzt Dr. Wilhelm Krombacher, der Gründer der Kurklinik Schwarzenberg Karl Resse, der damalige Bürgermeister Korbinian Heiss, der Erbauer des Blumenhofs Franz X. Priller, Prälat und Ehrenbürger Ludwig Penger, der Inhaber des Hotels Lutz Georg Lutz sen. sowie der Kurdirektor Fred Kornbichler. „Feilnbachs 1. Bürgermeister Korbinian Heiss erhielt aus der Hand des damaligen Staatssekretärs des Innern Erich Kiesl die Urkunde über die Erhebung des Ortes zum Bad: Das „Bad Feilnbach“ war geboren.“ (2) Vor mehr als tausend Gästen bei der Feier hatte Bürgermeister Heiss den Blick nach vorn gerichtet: „Die Erhebung unserer Gemeinde zum Bad enthält die Verpflichtung in unseren Anstrengungen nicht nachzulassen, unseren Kurgästen den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu machen, dem Fortschritt auf diesem Gebiet aufgeschlossen gegenüber zu stehen und damit die Genesung und Erholung unserer Gäste mit fördern zu helfen.“ (3) In der Festansprache zur Baderhebung, gehalten von Dr. med. W. Krombacher: „Dieser 22. Oktober wird als denkwürdiger Tag in die Chronik unserer Gemeinde eingehen. Er wird richtungsweisend sein für die weitere Zunkunft und Entwicklung unseres Ortes.“ (3) Zu diesem Zeitpunkt gab es in Bad Feilnbach bereits ca. 324 Tsd. Übernachtungen pro Jahr bei 1330 Betten.
Quelle: (2) Wilhelm Ossenbrink, Heimat vor dem Wendelstein, (3) Festschrift, herausgegeben von der Gemeinde anlässlich der Baderhebung 1973
Bad Feilnbachs Kurwesen in den folgenden Jahren
„So findet man eine ideale Kombination in Feilnbach als Kurzentrum, Au als oberbayrischem Fremdenverkehrsort und Dettendorf und Litzdorf als ländliche Erholungsorte. Bad Feilnbach, auch gern das ,oberbayrische Meran‘ genannt, der Ort der 10000 Obstbäume, liegt eingerahmt vom Auer Berg und Wendelstein, Sulzberg und Farrenpoint, geschützt vor dem Erler Wind (Anm. Talwind Inntal), in einer ruhigen und herrlichen Gebirgslandschaft mit gut verträglichem Schonklima. Es bieten sich also optimale Bedingungen für einen ruhigen Erholungsaufenthalt und eine erfolgversprechende Kurbehandlung.“ (1) schreibt Dr. Krombacher in seinem Buch „Feilnbacher Bade-Fibel“. „Im Allgemeinen ist die Kurdauer 28 bis 30 Tage. Die Anzahl der Moorbäder: mininmal 12, maximal 16, also mindestens 3 Bäder pro Woche.“ (1) Abhängig von dem Gesundheitszustand der Patienten und möglichen Gegenanzeigen wurden Häufigkeit und die Badetemperatur unterschiedlich verordnet. Was nach jedem Moorbad folgte, erscheint uns auch aus heutiger Sicht für jeden stressgeplagten und zivilisationskranken Menschen mehr als sinnvoll: „Nach jedem Bad ist eine Stunde Ruhe im Ruheraum angezeigt, wenn möglich sollen anschließend zwei Stunden Bettruhe erfolgen.“ (1) Verordnet wurden ergänzend auch Moorpackungen, Massagen, Akupunktur. Dr. Krombacher stellte auch klar Zusammenhänge zwischen körperlichen Beschwerden, etwa Schmerzen, und der Psyche der Menschen, seelischen Belastungen und Stress, fest. Dieses dem Menschen zugewandte Weltbild prägte die Arbeit und war somit ein wichtiger Teil der angewandten Therapien in einem Kuraufenthalt, in dem den Patienten neben den klassischen Mooranwendungen auch zusätzliche „Behandlungen und Betreuungen“ während der Kur empfohlen wurden: „Von großer Wichtigkeit ist die Bewegungstherapie ..., die Rückführung in die Natur bei den Gästewanderungen, ... das Sich-zu-Hause-Fühlen in einer Kurpension, ..., menschliche Begegnung im Gespräch, frei von allen Stressfaktoren, ... ärztliche Vorträge zu gesundheitlichen Themen, ...“ (1) Und schließlich wurde den Patienten auch dringend empfohlen, das Rauchen zu lassen, nur mäßig Alkohol zu trinken, sich gesund zu ernähren und vielleicht während des Aufenthaltes mal wieder ein gutes Buch zu lesen ...
Quelle: (1) Dr. Wilhelm Krombacher, Feilnbacher Bade-Fibel
Bad Feilnbachs Kurbetriebe
Das Angebot der Kurbetriebe in Bad Feilnbach richtete sich an Menschen, die aufgrund ihrer Leiden in eine vom Arzt verordnete Kur geschickt wurden. Indikationen waren: „chronischer Rheumatismus, Erkrankungen der großen und kleinen Gelenke, Erkrankungen der Wirbelsäule, Muskelrheuma, Ischialgien, Neuralgien, Neuritiden, periphere Durchblutungsstörungen, Prostatahypertrophie, Prostatitis, Frauenleiden (Adnexitis, Parametritis), darüber hinaus ist Bad Feilnbach auch ein idealer Ort für Erholungsuchende bei Erschöpfungszuständen aller Art.“ (3) Ein „Zentrum für Tiefenentspannung“ bot schon damals Yoga-Kurse an.
So bewarb etwa das Kurmittelhaus am Heilholz 1988 im „Moorspiegel“ in einer Anzeige diese Behandlungsformen: „Naturmoor-Voll- und -Halbbäder, Naturmoorpackungen, med. Bäder, Frischdrüsenbäder, Stanger- und Vierzellenbad, Elektro- und Eistherapie, Kneipp, Balneo-Photo-Therapie, Wassertherapie, Bewegungsbad“. (4) Der Moorspiegel war das gedruckte Medium für alles rund um das Kurwesen, von der „Kurverwaltung“, heute „Kur- und Gästeinformation“ herausgegeben, Kernzielgruppe: Kurgäste! Er informierte über alles Wissenswerte für den Gast. Das Gesundheitsangebot in Feilnbach war damals breit aufgestellt. Auch die Veranstaltungsübersicht im Moorspiegel 09/1988 macht das sehr deutlich: „Lebe gesünder, es lohnt sich!“ (Vortrag), „Die Moortherapie“, Vortrag Dr. Krombacher, „Gesundheit durch Gymnastik“, „Wassergymnastik“, „Gesundheitstest“ (Vortrag AOK), „Gesunde Ernährung heute“ (Vortrag), „Wassergymnastik“, „Moorwanderung“, „Wegweiser zur Vollwertkost“, „3x täglich eine, oder alle auf einmal?“ (Vortrag Apotheker Koch), „Wenn die Seele leidet wird der Körper krank“ (Vortrag), „Phänomen Stress, Ehrgeiz, Angst, Prestige“ (Vortrag), „Gesundheit aus der Natur“ (Vortrag), „Hoher Blutdruck, Volksseuche Nr 1“ (Vortrag Dr. Selmayr, Badearzt), „Bayrischer Abend mit Tanz als angenehmer Bewegungstherapie“. (4)
Quelle: (3) Werbebroschüre Bad Feilnbach 1978, (4) Moorspiegel Nr. 6, September 1988
Kurdirektor Josef Höfer ließ in seinen Amtsjahren monatlich den „Moorspiegel“ drucken, die Zeitung der Kurverwaltung in Bad Feilnbach.
Bad Feilnbach schaut zurück
Bad Feilnbach schaut heute auf sehr viele erfolgreiche Jahre als Moorheilbad zurück. Mit den Gesundheitsreformen, beginnend in den 90er-Jahren, waren jedoch die Kurgästezahlen rückläufig. Wie in vielen anderen Kurorten in Deutschland ging der Kurbetrieb im Moorheilbad Bad Feilnbach seit Beginn der Gesundheitsreform systematisch zurück.
Eine Entwicklung, der man hier seit Beginn der 2000er-Jahre mit der Besinnung auf die eigenen Stärken und deren Herausstellung im Angebot begegnet. So sind die Gästezahlen heute wieder sehr erfreulich und stabil. Mooranwendungen werden heute in Bad Feilnbach von örtlichen Therapeuten angeboten. Im Medical Park Bad Feilnbach Reithofpark werden ab 2023 wieder Moorvollbäder angeboten. Auch denkt man heute bundesweit wieder über die Reformierung eines Kurwesens in Deutschland nach, mit neuen Ideen zur Organisierung und Finanzierung. Bad Feilnbach ehrt zum 50. Jahrestag der Baderhebung vor allem die Menschen, deren engagierter, unermüdlicher Einsatz zum Badtitel vor nunmehr fünfzig Jahren führten.
Die Förderer des Kur- und Badewesens in Bad Feilnbach
Fritz Pfaffinger
Hauptlehrer a.D., Geschäftsführer des Fremdenverkehrsvereins, Ehrenbürger der Gemeinde Bad Feilnbach. Herr Pfaffinger hat sicher den größeren Teil der Arbeitslast für das „Bad“ geleistet. Über ihn sagte Obermedizinaldirektor Dr. Schnelle bei der Baderhebung: „In diesem Zusammenhang ist des unvergessenen Hauptlehrers Pfaffinger zu gedenken, der mit nie ermüdender Geduld die Besprechungen in München führte als Vorsitzender im Verkehrsverein.“ Leider starb er ein Jahr vor der Baderhebung.
Dr. med. Wilhelm Krombacher
Badearzt, Gemeinderat und Kurreferent 1972–1978, Ehrenbürger der Gemeinde Bad Feilnbach, Träger des Verdienstordens am Bande der Bundesrepublik Deutschland (1993). Dr. Krombacher wirkte 45 Jahre als praktischer Arzt und Badearzt, 25 Jahre als Bereitschaftsarzt der Bergwacht und war Autor der „Feilnbacher Bade-Fibel“. Für das Kurwesen war er ein besonders starker Motor und einer der stärksten Initiatoren.
Dr. med. Dettmar Glöckner
Allgemeinarzt, Kneipp-Arzt und Badearzt. Als angesehener Arzt setzte er sich nach Kräften für eine Baderhebung des Kurortes Feilnbach ein.
Dr. med. Anselm Friesenegger
Inhaber der Kur- und Rehaklinik Diem, Badearzt. Er hat viel Kraft für die Erhebung der Gemeinde zum Bad eingesetzt.
Karl Gohlke
Inhaber der Klinik Tannenhof. Karl Gohlke kam 1962 nach Feilnbach und übernahm zusammen mit seiner Frau Anny den Tannenhof, den er für einen geregelten Kurbetrieb aufwendig umbaute.
Franz Xaver Priller
Franz X. Priller baute Ende der Fünfzigerjahre die Kurklinik Blumenhof, die wegen wachsenden Bedarfs mehrfach erweitert wurde. Es war ein Schritt von großer Tragweite zum „Bad“ Feilnbach. Von 1958 an gab es dort regen Kurbetrieb. Wegen immer weiter steigender Nachfrage erwarb er ein Grundstück, auf dem 1968 die Reithofpark-Klinik entstand. Fünf Jahre später fand die Feier zur Baderhebung in seiner Reithofpark-Klink statt. Franz Xaver Priller hat sich um den Kurort Bad Feilnbach verdient gemacht.
Karl Reese
Gründer der Kurklinik Schwarzenberg. Er gab den Gedanken an Feilnbachs Entwicklung zum Moorheilbad und die Erhebung zum „Bad“ nie auf.
Georg Lutz sen.
Inhaber des Gasthofs und Hotels Lutz. Auch er setzte sich für den Badtitel ein.
Korbinian Heiß
Zweiter Bürgermeister 1945–1960, erster Bürgermeister 1960–1981. Korbinian Heiß hat sich über viele Jahre mit langem Atem für das Kurwesen eingesetzt. Das zuweilen mit viel Mühe und Arbeit verbundene Wirken und die vielen Rückschläge brachten ihn nicht von seiner Linie ab. Bad Feilnbach verdankt ihm viel.
Ludwig Penger
Prälat und Ehrenbürger der Gemeinde Bad Feilnbach. Pfarrkurat und Pfarrer in Feilnbach. Ludwig Penger unterstützte die Gemeinde auf ihrem Weg zu einem „Bad“ und gab der Gemeinde in vielen Bereichen Hilfestellung.
Fred Kornbichler
Oberlehrer a.D., Kurdirektor 1966 bis 1983. Fred Kornbichler bewarb die Gemeinde, die „Bad“ werden wollte, und Moorangebote im ganzen Land. Seine Verdienste sind unumstritten.
Josef Höfer
Kuramtsleiter ab 1980, Kurdirektor ab 1992. Josef Höfer führte das Kuramt als Kurdirektor in Bad Feilnbach erfolgreich bis in das Jahr 2010.
Florian Hoffrohne
Letzter Kurdirektor von 2010 bis 2016, er gab Bad Feilnbach mit neuem kommunikativem Konzept ein neues Gesicht.
Gsund bleibn!
Das touristische Logo Bad Feilnbach in der historischen Entwicklung
Tourismusvereine in Bad Feilnbach
Verschönerungsverein Jenbach-Wiechs: gegr. 4.10.1896, Verkehrsverein Feilnbach: gegr. 19.3.1900, beide Vereine fusionierten 1928 zum Fremdenverkehrsverein Feilnbach-Wiechs (2)
Kurverein: bis 16.03.1986, Vorstand Dr. Anselm Friesenegger, beide Vereine fusionierten zum Kurverein und Fremdenverkehrsverein Bad Feilnbach e. V., Vorstand ab 16.3.1986: Sofia Schmid.
Der Verein wurde später umbenannt in Kur- und Tourismusverein Bad Feilnbach e. V., Vorstand ab 1.7.1988: Karin Freiheit.
Leitung Kur und Tourismus der Gemeinde Bad Feilnbach
Ute Preibisch, 2016–2020 Cornelia Weber, ab 2021 Raphael Wagner, ab 2023
Quelle: (2) Wilhelm Ossenbrink, Heimat vor dem Wendelstein
Aktiv erholen in Bad Feilnbach
„Bad Feilnbach hält für alle, die etwas für ihre Gesundheit tun wollen, ein Angebot an klassischen und alternativen Heilmethoden bereit. In unsere neue, zentral gelegene Kneippanlage laden wir Sie herzlich ein. Auch Yoga und Qigong im Naturpark (von Mai bis Oktober) sind für Gäste kostenlos.
Klassische Mooranwendungen, etwa bei rheumatischen Erkrankungen, werden heute noch von den örtlichen Physiotherapeuten angeboten. Befreien Sie sich ganz einfach von Stress und Hektik und finden Sie zu mehr Balance und Wohlbefinden.
In diesen Zeiten wird uns allen sehr deutlich vor Augen geführt, dass die Gesundheit unser höchstes Gut ist und vieles andere vergleichsweise unwichtig erscheinen lässt. Daher wünschen wir Ihnen allen weiterhin: ,Bleiben Sie gesund!‘“ (1) Wer sich nach Erholung sehnt, findet Sie bei einem Aufenthalt im schönen Bayern. Bad Feilnbach bietet Gelegenheit zu Erholung und Entschleunigung, zu gemütlichen oder zu sportlichen Aktivitäten.
Draußen sein: Um es mit Dr. Krombacher zu sagen: „Von großer Wichtigkeit ist die Bewegungstherapie .... und die Rückführung in die Natur ...“ (2) Draußen an der frischen Luft die Seele baumeln lassen und die Füße auch. Das geht am besten ohne Auto, das können Sie in Bad Feilnbach einfach stehen lassen. Nehmen Sie das Radl oder gehen Sie in der nahen Umgebung ganz einfach zu Fuß. Ausflugsziele in der weiteren Region erreichen Sie ganz bequem mit dem öffentlichen Nahverkehr und der Wendelsteinringlinie.
Die fährt – wie der Name schon sagt – zwei Mal am Tag, „rundumadum“ rund um den Wendelstein. Ob Sie nun drinsitzen oder nicht.
Kraft tanken in den Bergen: Ausreichend Schlaf, dann morgens eine Brotzeit und Getränke in den Rucksack packen und los geht’s. Auf einem der vielen Rad- und Wanderwege in unseren nahe gelegenen Bergen in die Höhe und in den Tag hineinwandern, ohne zu viel Ehrgeiz, einfach einen Schritt nach dem anderen machen. Wer das noch gar nicht kennt, stellt fest: „Genau das hat mir gefehlt: viel frische Luft, Sonne und Wind auf der Haut spüren, die Brotzeit draußen genießen, an einem Platz mit Blick in die Natur.“ So einfach kann es sein, einen schönen Tag zu erleben und gleichzeitig der Gesundheit etwas Gutes zu tun.
Quelle: (1) Aus der aktuellen Gastgeberbroschüre für Bad Feilnbach, (2) Dr. Wilhelm Krombacher, Feilnbacher Bade-Fibel
Bad Feilnbach ist: natürlich gesund
Ruhe finden, Kraft schöpfen: Im Augenblick und im berühmten „Hier und Jetzt“ zur Ruhe zu kommen, ist gar nicht so leicht. Schließlich haben wir alle im Tempo des Alltags irgendwie ständig das im Kopf, wo wir als Nächstes hinwollen, was gestern war oder was in Zukunft passieren soll. Statt den Augenblick zu genießen und uns an den einfachen, schönen Dingen zu freuen. So wird es gelingen: Nehmen Sie einfach das Radl oder die Wanderstöcke und los. Mit oder ohne Wanderkarte. Nicht möglichst schnell, sondern vielleicht ausnahmsweise mal ganz langsam, auf Entdeckungsreise zu sich selbst. So atmen Sie hier bei uns mal wieder durch.
Willkommen am Jenbach: Der Jenbach entspringt im Wendelsteingebirge und ist ein Wasserparadies mit Wasserfällen und Gumpen, in denen man sich im Sommer sogar erfrischen kann. Die Ufer laden zum Spielen und Steine zum Steinmanderl-Bauen ein. Der Jenbach in Bad Feilnbach ist umgeben von einem Biotop, intakte Gewässer und Auen bilden den Lebensraum für eine Vielzahl von Tieren und Pflanzen. Der Jenbach ist auch Schauplatz der Angebote des „Jenbachparadieses und seiner Jenbachbegleiter“, die Kindern und Erwachsenen Touren und Erlebnisse bieten. An zehn Erlebnisstationen zum Thema Wasser treten die Kinder spielerisch mit der Natur in Kontakt und lernen die Besonderheiten des Jenbachs kennen. Kulinarische Vielfalt genießen: Sie kennen die bayerische Küche? Sehr gut. Sie kennen die echte bayerische Küche noch nicht? Noch besser! Genießen Sie die kulinarische Vielfalt der Bad Feilnbacher Wirte, traditionelle Gerichte, frische Salate aus eigenen Kräutergärten, Brotzeiten mit geräuchertem Schinken, hausgemachten Most und Säfte aus Obst vom eigenen Obstgarten. Beginnen Sie Ihren Tag mit einem Frühstück im Café und überlegen Sie in Ruhe, wie es an diesem Tag weitergeht. Zeit zu haben ist doch in dieser hektischen Welt ein großer Luxus, den man sich im Urlaub einmal gönnen darf.
Bad Feilnbachs Gastwirte freuen sich über Ihren Besuch, herzlich willkommen!